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Bestand Samuel Krauss
Autor:
Markus Stumpf
Markus Stumpf
NS-Provenienzforschung der Universitätsbibliothek Wien
Infolge des Universitätsgesetzes 2002 wurde für die Universitätsbibliothek Wien (UB Wien) festgelegt, dass jene Buchbestände mit dem Erscheinungsjahr bis 1800 im Bundeseigentum verblieben, während jene mit späterem Erscheinungsjahr ins Eigentum der Universität Wien übergingen.
Obwohl vom Kunstrückgabegesetz (KRG) 23 zunächst nur die Bundesmuseen und die Österreichische Nationalbibliothek gesetzlich betroffen waren, begann 2004 die NS-Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien, wobei eine analoge Vorgangsweise zu den Bundeseinrichtungen im Sinne von „fairen und gerechten Lösungen“ laut den Washingtoner Prinzipien von 1998 gewählt wurde. Erst mit der Novelle des KRG im Jahr 2009 wurde der im Eigentum des Bundes verbliebene Bestand Gegenstand der Behandlung durch die Kommission für Provenienzforschung und den Kunstrückgabebeirat, da durch sie die Provenienzforschung auf alle Sammlungen des Bundes ausgedehnt wurde.
Insgesamt konnte durch die NS-Provenienzforschung der Universitätsbibliothek Wien 24 belegt werden, dass unter dem Titel „Leihgabe Ahnenerbe“ zumindest 8.014 Bände und ein Stein mit Keilschrift vom Orientalischen Institut der Universität Wien übernommen worden waren. Darunter waren u. a. Werke aus den jüdischen Gemeinden des Burgenlandes, der Zentralstelle für jüdische Auswanderung und der Bibliothek des Münchner Rechtsanwaltes und Verlegers Ludwig Feuchtwanger (1885–1947). Es ist allerdings davon auszugehen, dass keineswegs alle aus heutiger Sicht problematischen Bücher dokumentiert sind, die ans Institut kamen.
Jedenfalls wurden im Mai 1945 vom Studenten und späteren Begründer des Judaistik-Instituts an der Universität Wien, Kurt Schubert (1923–2007), 44 Kisten 25 aus dem Orientalischen Institut mit rund 20.000 Büchern an die IKG übergeben. 26 Darin waren hauptsächlich Bücher der ITLA, die von Kurt Schubert in der NS-Zeit aus dem Keller der Tempelgasse an das Orientalische Institut gebracht, aber nicht als „Leihgabe“ des SS-Ahnenerbes verwahrt worden waren. Dabei wurden jedoch auch Ahnenerbe-Bestände abgegeben. Dies ist zumindest für die übernommenen Bücher von Samuel Krauss belegbar, während die Bibliothek von Feuchtwanger, die als „Leihgabe A“ bezeichnet worden war, behalten und die Bibliothek erst 1956 und Nachträge 2012 an die Erb:innen zurückgegeben wurden. Über die „Leihgabe B“ und deren Zuordnung zu Samuel Krauss konnten oder wollten in der unmittelbaren Nachkriegszeit die Wissenden anscheinend nicht informieren. Viele der an die IKG übergebenen Bücher wurden schließlich später nach Israel vermittelt.
Aufgrund der wahrscheinlichen Überführung der entzogenen Bibliothek in der NS-Zeit nach Berlin versuchte die Familie Krauss in der Nachkriegszeit eine Entschädigung dafür zu erhalten. Diese wurde ihr erst nach einem 20-jährigen Verfahren 1977 vom Landgericht Berlin im geringen Ausmaß zugesprochen. 28 Erst mit dem Auffinden der Akten durch die NS-Provenienzforschung konnte die „Leihgabe B“ in Folge zugeordnet werden. 29 War 2011 die „Leihgabe B“ noch als Forschungsdesideratum bezeichnet worden, 30 so konnte diese Lücke aufgrund der verbesserten Forschungslage 2012 geschlossen werden. 31
Die vorhandenen sieben gebundenen Jahrgangsbände sowie 14 Einzelhefte der Zeitschrift sind nun durch den Stempel „B“ am Etikett der Provenienz Samuel Krauss zuzuordnen. Sie sind auch auf der Titelliste der von Krauss geraubten Bücher, die an das Orientalische Institut gingen, verzeichnet.
Die Bände der Zeitschrift aus dem Dublettenbestand der Fachbereichsbibliothek (FB) Judaistik tragen jedoch neben den Etiketten mit der Bezeichnung „Leihgabe B“ auch Provenienzhinweise der Bibliothek der IKG Wien 32. Hierbei handelt es sich nicht um geraubte Bücher aus der Bibliothek der IKG Wien 33, sondern um den Bestand, der 1945 an die IKG übergeben und 1994 von der IKG Wien wiederum der FB Judaistik geschenkt wurde, was sich durch eine Übergabebestätigung aus dem Jahr 2000 mit der Überschrift „Bücher der IKG am Institut für Judaistik in Wien“ belegen lässt. 34
Als Folge der Publikation von 2012 wurde 2013 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ein weiterer Band der „Leihgabe B“ mit der Provenienz Samuel Krauss entdeckt – er dürfte über Viktor Christian dorthin gelangt sein – und der UB Wien zur Restitution überantwortet. Auf der Liste der vom Orientalischen Institut als „Leihgabe B“ übernommenen Bücher von Samuel Krauss ist das Buch als „Lexikographie v. Samuel Krauss“ verzeichnet. Tatsächlich sind in dem Band jedoch fünf Sonderdrucke 35, vier davon von Samuel Krauss, aus seiner Handbibliothek mit zahlreichen handschriftlichen Anmerkungen von ihm zusammengebunden. 36 Es ist damit eines der wenigen erhaltenen Dokumente, in dem seine wissenschaftliche Arbeitsweise noch ansatzweise ersichtlich wird. 37
Im Jahr 2014 wurden beide Druckwerke an die Erb:innen restituiert. Im Anschluss daran überließen diese dankenswerterweise die Werke als „Dauerleihgabe der Familie Krauss“ der Universitätsbibliothek Wien. Sie sind seitdem in der FB Judaistik aufgestellt und im Katalog sowie im Langzeitrepositorium entsprechend ausgewiesen.
Mit der NS-Provenienzforschung der UB Wien wird so ein aktiver Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes geleistet, der sich in die vielfältigen Forschungs- und Gedenkprojekte zur Geschichte der Universität Wien und zum Nationalsozialismus einreiht.
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Infolge des Universitätsgesetzes 2002 wurde für die Universitätsbibliothek Wien (UB Wien) festgelegt, dass jene Buchbestände mit dem Erscheinungsjahr bis 1800 im Bundeseigentum verblieben, während jene mit späterem Erscheinungsjahr ins Eigentum der Universität Wien übergingen.
Obwohl vom Kunstrückgabegesetz (KRG) 23 zunächst nur die Bundesmuseen und die Österreichische Nationalbibliothek gesetzlich betroffen waren, begann 2004 die NS-Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien, wobei eine analoge Vorgangsweise zu den Bundeseinrichtungen im Sinne von „fairen und gerechten Lösungen“ laut den Washingtoner Prinzipien von 1998 gewählt wurde. Erst mit der Novelle des KRG im Jahr 2009 wurde der im Eigentum des Bundes verbliebene Bestand Gegenstand der Behandlung durch die Kommission für Provenienzforschung und den Kunstrückgabebeirat, da durch sie die Provenienzforschung auf alle Sammlungen des Bundes ausgedehnt wurde.
Insgesamt konnte durch die NS-Provenienzforschung der Universitätsbibliothek Wien 24 belegt werden, dass unter dem Titel „Leihgabe Ahnenerbe“ zumindest 8.014 Bände und ein Stein mit Keilschrift vom Orientalischen Institut der Universität Wien übernommen worden waren. Darunter waren u. a. Werke aus den jüdischen Gemeinden des Burgenlandes, der Zentralstelle für jüdische Auswanderung und der Bibliothek des Münchner Rechtsanwaltes und Verlegers Ludwig Feuchtwanger (1885–1947). Es ist allerdings davon auszugehen, dass keineswegs alle aus heutiger Sicht problematischen Bücher dokumentiert sind, die ans Institut kamen.
Jedenfalls wurden im Mai 1945 vom Studenten und späteren Begründer des Judaistik-Instituts an der Universität Wien, Kurt Schubert (1923–2007), 44 Kisten 25 aus dem Orientalischen Institut mit rund 20.000 Büchern an die IKG übergeben. 26 Darin waren hauptsächlich Bücher der ITLA, die von Kurt Schubert in der NS-Zeit aus dem Keller der Tempelgasse an das Orientalische Institut gebracht, aber nicht als „Leihgabe“ des SS-Ahnenerbes verwahrt worden waren. Dabei wurden jedoch auch Ahnenerbe-Bestände abgegeben. Dies ist zumindest für die übernommenen Bücher von Samuel Krauss belegbar, während die Bibliothek von Feuchtwanger, die als „Leihgabe A“ bezeichnet worden war, behalten und die Bibliothek erst 1956 und Nachträge 2012 an die Erb:innen zurückgegeben wurden. Über die „Leihgabe B“ und deren Zuordnung zu Samuel Krauss konnten oder wollten in der unmittelbaren Nachkriegszeit die Wissenden anscheinend nicht informieren. Viele der an die IKG übergebenen Bücher wurden schließlich später nach Israel vermittelt.
Aufgrund der wahrscheinlichen Überführung der entzogenen Bibliothek in der NS-Zeit nach Berlin versuchte die Familie Krauss in der Nachkriegszeit eine Entschädigung dafür zu erhalten. Diese wurde ihr erst nach einem 20-jährigen Verfahren 1977 vom Landgericht Berlin im geringen Ausmaß zugesprochen. 28 Erst mit dem Auffinden der Akten durch die NS-Provenienzforschung konnte die „Leihgabe B“ in Folge zugeordnet werden. 29 War 2011 die „Leihgabe B“ noch als Forschungsdesideratum bezeichnet worden, 30 so konnte diese Lücke aufgrund der verbesserten Forschungslage 2012 geschlossen werden. 31
Die vorhandenen sieben gebundenen Jahrgangsbände sowie 14 Einzelhefte der Zeitschrift sind nun durch den Stempel „B“ am Etikett der Provenienz Samuel Krauss zuzuordnen. Sie sind auch auf der Titelliste der von Krauss geraubten Bücher, die an das Orientalische Institut gingen, verzeichnet.
Die Bände der Zeitschrift aus dem Dublettenbestand der Fachbereichsbibliothek (FB) Judaistik tragen jedoch neben den Etiketten mit der Bezeichnung „Leihgabe B“ auch Provenienzhinweise der Bibliothek der IKG Wien 32. Hierbei handelt es sich nicht um geraubte Bücher aus der Bibliothek der IKG Wien 33, sondern um den Bestand, der 1945 an die IKG übergeben und 1994 von der IKG Wien wiederum der FB Judaistik geschenkt wurde, was sich durch eine Übergabebestätigung aus dem Jahr 2000 mit der Überschrift „Bücher der IKG am Institut für Judaistik in Wien“ belegen lässt. 34
Als Folge der Publikation von 2012 wurde 2013 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ein weiterer Band der „Leihgabe B“ mit der Provenienz Samuel Krauss entdeckt – er dürfte über Viktor Christian dorthin gelangt sein – und der UB Wien zur Restitution überantwortet. Auf der Liste der vom Orientalischen Institut als „Leihgabe B“ übernommenen Bücher von Samuel Krauss ist das Buch als „Lexikographie v. Samuel Krauss“ verzeichnet. Tatsächlich sind in dem Band jedoch fünf Sonderdrucke 35, vier davon von Samuel Krauss, aus seiner Handbibliothek mit zahlreichen handschriftlichen Anmerkungen von ihm zusammengebunden. 36 Es ist damit eines der wenigen erhaltenen Dokumente, in dem seine wissenschaftliche Arbeitsweise noch ansatzweise ersichtlich wird. 37
Im Jahr 2014 wurden beide Druckwerke an die Erb:innen restituiert. Im Anschluss daran überließen diese dankenswerterweise die Werke als „Dauerleihgabe der Familie Krauss“ der Universitätsbibliothek Wien. Sie sind seitdem in der FB Judaistik aufgestellt und im Katalog sowie im Langzeitrepositorium entsprechend ausgewiesen.
Mit der NS-Provenienzforschung der UB Wien wird so ein aktiver Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes geleistet, der sich in die vielfältigen Forschungs- und Gedenkprojekte zur Geschichte der Universität Wien und zum Nationalsozialismus einreiht.
Markus Stumpf, Provenienzforscher und Leiter der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte
23 BGBl. Nr. I, 181/1998.
24 Vgl. https://bibliothek.univie.ac.at/provenienzforschung.html.
25 Ingo Zechner: Die Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. In: Murray G. Hall, Christina Köstner, Margot Werner (Hg.): Geraubte Bücher. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-Vergangenheit. Wien: ÖNB 2004, S. 82–103, hier S. 89.
26 Evelyn Adunka: Die vierte Gemeinde. Berlin-Wien: Philo Verlagsgemeinschaft 2000, S. 305. Die Anzahl und die Provenienz der Bücher sind je nach Quelle unterschiedlich.
27 Vgl. Markus Stumpf: Ergebnisse der Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Judaistik der Universität Wien. In: Bruno Bauer, Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz-Feldkirch: W. Neugebauer 2011 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), S. 155–188, hier S. 164–176.
28 Vgl. Evelyn Adunka: Der Raub der Bücher. Wien: Czernin 2002 (= Bibliothek des Raubes 9), S. 225–232.
29 Die Mappe „Ahnenerbe“ wurde 2006 vom Institut für Orientalistik an die NS-Provenienzforschung der UB Wien und am 11.09.2012 an das Archiv der Universität Wien übergeben, wo sie in den Bestand der Orientalistik eingearbeitet wurde.
30 Markus Stumpf: Ergebnisse der Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Judaistik. In: Bruno Bauer, Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz-Feldkirch: W. Neugebauer 2011 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), S. 155–188, hier S. 183.
31 Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf: „Machen Sie es ordentlich, damit man nachher, wenn wir die Bücher ihren Besitzern zurückgeben, nicht sagt, es hätten Schweine in der Hand gehabt.“ Die Orientalistik – Ergebnisse der Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien. In: Mitteilungen der VÖB 65 (2012) Nr. 1, S. 39–78.
32 Vgl. Markus Stumpf: Ergebnisse der Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Judaistik. In: Bruno Bauer, Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz-Feldkirch: W. Neugebauer 2011 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), S. 155–188, hier S. 182–183.
33 Vgl. Evelyn Adunka: Der Raub der Bücher. Wien: Czernin 2002 (= Bibliothek des Raubes 9), S. 71–81; Ingo Zechner: Die Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. In: Murray G. Hall, Christina Köstner, Margot Werner (Hg.): Geraubte Bücher. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-Vergangenheit. Wien: ÖNB 2004, S. 82–103, S. 84–88.
34 FB Judaistik, Liste der von der Bibliothek des Jüdischen Museums der FB Judaistik überlassenen Bücher aus dem (Alt)Bestand der IKG. Verfasst von Domagoj Akrap, 2000.
35 Darin enthalten sind folgende Sonderdrucke: Samuel Krauss: Zur Griechischen und Lateinischen Lexikographie aus jüdischen Quellen. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 2.1893, S. 493–548. Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC05885834; Samuel Krauss: Zur Erklärung der tiburtinischen Sibylle. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 9.1900, S. 200–203, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569815; Samuel Krauss: Die Königin von Saba in den byzantinischen Chroniken. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 11.1902, S. 120–131, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569840; Ernst Gerland: Die persischen Feldzüge des Kaisers Herakleios. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 2.1893, S. 330–373, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569869; Samuel Krauss: Bad und Badewesen im Talmud. Sonderabdruck aus: Hakedem. Vierteljahresschrift für die Kunde des alten Orients und die Wissenschaft des Judentums. 1.1907/Nr. 3, S. 87–110 u. Nr. 4, S. 171–194, 2.1908, Nr. 1/2, S. 32–50 mit eigener Paginierung S. 1–65 und ergänzender Druckfehlerbereinigung, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569894.
36 Die in dem Band zusammengefassten Sonderdrucke, wobei Krauss seine eigenen Sonderdrucke annotierte, wurden digitalisiert und stehen als „Sammlung Samuel Krauss“ im Langzeitrepositorium der Universität Wien der Forschung zur Verfügung. URL: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:1539040.
37 Ein Splitternachlass von Samuel Krauss ist in der University of Southampton Special Collections erhalten (Papers of Samuel Krauss/GB 738 MS 163). Der Hauptteil dieses Nachlasses betrifft seine Exilzeit.
24 Vgl. https://bibliothek.univie.ac.at/provenienzforschung.html.
25 Ingo Zechner: Die Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. In: Murray G. Hall, Christina Köstner, Margot Werner (Hg.): Geraubte Bücher. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-Vergangenheit. Wien: ÖNB 2004, S. 82–103, hier S. 89.
26 Evelyn Adunka: Die vierte Gemeinde. Berlin-Wien: Philo Verlagsgemeinschaft 2000, S. 305. Die Anzahl und die Provenienz der Bücher sind je nach Quelle unterschiedlich.
27 Vgl. Markus Stumpf: Ergebnisse der Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Judaistik der Universität Wien. In: Bruno Bauer, Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz-Feldkirch: W. Neugebauer 2011 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), S. 155–188, hier S. 164–176.
28 Vgl. Evelyn Adunka: Der Raub der Bücher. Wien: Czernin 2002 (= Bibliothek des Raubes 9), S. 225–232.
29 Die Mappe „Ahnenerbe“ wurde 2006 vom Institut für Orientalistik an die NS-Provenienzforschung der UB Wien und am 11.09.2012 an das Archiv der Universität Wien übergeben, wo sie in den Bestand der Orientalistik eingearbeitet wurde.
30 Markus Stumpf: Ergebnisse der Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Judaistik. In: Bruno Bauer, Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz-Feldkirch: W. Neugebauer 2011 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), S. 155–188, hier S. 183.
31 Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf: „Machen Sie es ordentlich, damit man nachher, wenn wir die Bücher ihren Besitzern zurückgeben, nicht sagt, es hätten Schweine in der Hand gehabt.“ Die Orientalistik – Ergebnisse der Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien. In: Mitteilungen der VÖB 65 (2012) Nr. 1, S. 39–78.
32 Vgl. Markus Stumpf: Ergebnisse der Provenienzforschung an der Fachbereichsbibliothek Judaistik. In: Bruno Bauer, Christina Köstner-Pemsel, Markus Stumpf (Hg.): NS-Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken. Anspruch und Wirklichkeit. Graz-Feldkirch: W. Neugebauer 2011 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 10), S. 155–188, hier S. 182–183.
33 Vgl. Evelyn Adunka: Der Raub der Bücher. Wien: Czernin 2002 (= Bibliothek des Raubes 9), S. 71–81; Ingo Zechner: Die Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. In: Murray G. Hall, Christina Köstner, Margot Werner (Hg.): Geraubte Bücher. Die Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-Vergangenheit. Wien: ÖNB 2004, S. 82–103, S. 84–88.
34 FB Judaistik, Liste der von der Bibliothek des Jüdischen Museums der FB Judaistik überlassenen Bücher aus dem (Alt)Bestand der IKG. Verfasst von Domagoj Akrap, 2000.
35 Darin enthalten sind folgende Sonderdrucke: Samuel Krauss: Zur Griechischen und Lateinischen Lexikographie aus jüdischen Quellen. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 2.1893, S. 493–548. Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC05885834; Samuel Krauss: Zur Erklärung der tiburtinischen Sibylle. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 9.1900, S. 200–203, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569815; Samuel Krauss: Die Königin von Saba in den byzantinischen Chroniken. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 11.1902, S. 120–131, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569840; Ernst Gerland: Die persischen Feldzüge des Kaisers Herakleios. Sonderabdruck aus: Byzantinische Zeitschrift 2.1893, S. 330–373, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569869; Samuel Krauss: Bad und Badewesen im Talmud. Sonderabdruck aus: Hakedem. Vierteljahresschrift für die Kunde des alten Orients und die Wissenschaft des Judentums. 1.1907/Nr. 3, S. 87–110 u. Nr. 4, S. 171–194, 2.1908, Nr. 1/2, S. 32–50 mit eigener Paginierung S. 1–65 und ergänzender Druckfehlerbereinigung, Permalink: https://ubdata.univie.ac.at/AC11569894.
36 Die in dem Band zusammengefassten Sonderdrucke, wobei Krauss seine eigenen Sonderdrucke annotierte, wurden digitalisiert und stehen als „Sammlung Samuel Krauss“ im Langzeitrepositorium der Universität Wien der Forschung zur Verfügung. URL: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:1539040.
37 Ein Splitternachlass von Samuel Krauss ist in der University of Southampton Special Collections erhalten (Papers of Samuel Krauss/GB 738 MS 163). Der Hauptteil dieses Nachlasses betrifft seine Exilzeit.
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Auszug aus der Liste mit Exemplaranzahl, Titel und Jahrgangsangabe, der von der Gestapo an das Orientalische Institut der Universität Wien übergebenen Werke aus der Bibliothek von Samuel Krauss © Universitätsbibliothek Wien
Annotationen von Samuel Krauss in seinem Sonderdruck „Zur Griechischen und Lateinischen Lexikographie aus jüdischen Quellen“ © Markus Stumpf
Auszug aus dem Katalog mit dem Hinweis auf die erfolgte Restitution und die Leihgabe der Erben © Markus Stumpf


