Österreichisches Museum
für Volkskunde

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Gemälde und Kunsthandwerk |
Bestand Siegfried Fuchs

Autorinnen:
Kathrin Pallestrang,
Magdalena Puchberger,
Claudia Spring
Die Restituierung der Objekte von Siegried Fuchs aus dem Volkskundemuseum Wien

Das Dossier Fuchs betrifft 17 Objekte. Davon wurden zehn am 13. Dezember 2016 physisch restituiert. Sieben waren damals nicht auffindbar. Inzwischen wurden fünf davon in den Depots identifiziert, und sie werden zurückgegeben, sobald die neue Erbfolge, die sich inzwischen ergeben hat, geklärt ist. Der Verbleib der zwei übrigen Objekte ist bis auf weiteres unklar. Es handelt sich laut Inventarbuch um eine Majolikafigur des hl. Johannes Nepomuk (Inv.Nr. ÖMV/44082) und um die Petschaft eines Hufschmiedes (Inv.Nr. ÖMV/44290). Ob die Majolikafigur tatsächlich ins Volkskundemuseum gelangt ist, kann – obwohl sie im Inventarbuch verzeichnet wurde – nicht mit Sicherheit gesagt werden. Es existiert im Museumsarchiv der Durchschlag eines Briefes von Museumsdirektor Arthur Haberlandt vom März 1939 an Siegfried Fuchs, in dem er ihn um den Umtausch der Figur gegen Schmuckstücke ersucht. Ob der Tausch jemals stattgefunden hat, ist nicht belegt.
Die beiden derzeit nicht lokalisierbaren Objekte sind genauso wie die 15 seit 2016 gefundenen Objekte von der Empfehlung des Kunstrückgabebeirats zur Rückgabe erfasst und werden umgehend restituiert, sobald sie identifiziert sind bzw. die aktuelle Erbfolge festgestellt ist. Es ist nicht ungewöhnlich für ein so altes Museum wie unseres, dass Objekte, die im Inventarbuch aufscheinen, nicht aufgefunden werden. Unsere Depots wurden in den letzten hundert Jahren mehrmals übersiedelt, jedoch wurden keine Standortverzeichnisse angelegt. Die Inventarnummern wurden in der Vergangenheit oft schlecht am Objekt befestigt, so dass sie leicht abfallen konnten, oder sie wurden schlampig geschrieben bzw. sind verwischt und heute nicht mehr entzifferbar. Viele Objekte in unseren Depots werden daher als „Objekt ohne Nummer“ geführt.
Unser langfristiges Ziel ist es, alle Objekte, die laut Inventarbuch vorhanden, aber nicht auffindbar sind, mit jenen Objekten, die keine Nummer mehr haben, abzugleichen. Außerdem werden heutzutage die Nummern so an die Objekte angebracht, dass sie dauerhaft vorhanden und lesbar bleiben, ohne jedoch die Objekte zu schädigen. Darüber hinaus sind im digitalen Inventar die Standorte der Objekte verzeichnet, damit ein künftiges Verlegen ausgeschlossen ist.

 

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